
Über die Würde des Lebens — Eine Arbeit zur Überwindung des Artensterbens durch Koexistenz
Gestaltung für jedes Leben.
Die Arbeit geht der Frage nach, wie wissenschaftliche Erkenntnisse und philosophische Ansätze dabei helfen können, einen neuen Denkansatz zu entwickeln, um dem derzeitigen Artensterben entgegenzuwirken.
Inwiefern kann inklusives Denken gefördert werden, um die menschliche Wahrnehmung auf andere Lebewesen auszudehnen? Dabei orientiert sich diese experimentelle Herangehensweise an den Ideen der Naturwissen-schaftshistorikerin und Feministin Donna Haraway.
Pauli, Marko: Das größte Massensterben seit 66 Millionen Jahren (24.03.2022), Online: https://www.deutschlandfunkkultur.de
/biodiversitaet-artensterben-folgen-100.html: (Stand: 28.09.2023).
Das letzte große Sterben fand vor etwa 70 Millionen Jahren statt, Opfer waren unter anderem die Dinosaurier. Heute sterben jeden Tag etwa 150 Arten – Tiere und Pflanzen – auf dieser Welt aus, kehren nie wieder zurück.
Wir Menschen benötigen eine umfassende Empathie für alle lebenden Wesen.
Wir Menschen benötigen eine umfassende Empathie für alle lebenden Wesen.
Donna
Haraway
Haraway beschäftigt sich mit unkonventionellen Gedanken und Visionen einer gerechten Welt. Es geht
in ihrem Denken darum, Hierarchien aufzulösen und sich mit anderen Lebewesen verwandt zu machen. Sie fordert uns Menschen dazu auf, Dualismen zu überwinden, wie Natur versus Kultur oder Mensch versus Tier. Besonders die Bedeutung einer integrativen und partizipativen Herangehensweise, die eine Bewahrung der Biodiversität ermöglichen
soll betont Haraway dabei.
Durch ihren Ansatz bietet Haraway eine wichtige Perspektive für die Gestaltung einer nachhaltigen Zukunft, die auf einer tieferen Verbindung zwischen menschlichen und nicht-menschlichen Wesen und der Natur basiert. Sie fordert dazu auf, sich mit bedrohten Arten zu verbinden und uns als Teil eines großen Beziehungsgeflechts zu begreifen.